Druckerhöhungsstation Seidewinkel feierlich in Betrieb genommen und Startschuss für Sanierung des Trinkwasserbehälters gegeben
Mit der feierlichen Inbetriebnahme der modernisierten Druckerhöhungsstation Seidewinkel und dem ersten Spatenstich zur Sanierung eines Trinkwasserbehälters setzen die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VBH) ein wichtiges Zeichen für eine flexiblere und angebotsorientierte Trinkwasserversorgung der Zukunft. Gemeinsam mit Vertretern von Förderinstitutionen, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und zahlreichen Projektpartnern wurden die beiden Vorhaben sowie die dazugehörigen Fördermittelbescheide offiziell gewürdigt.
Die Modernisierung der Druckerhöhungsstation ist für die VBH die zweite große abgeschlossene Maßnahme innerhalb des Technischen Gesamtkonzeptes für den Trinkwasserverbund Lausitzer Revier. Nach der Leistungssteigerung des Wasserwerks Zeißig sorgt nun auch die technisch umfassend erneuerte Anlage in Seidewinkel für weitere Flexibilität bei der Bereitstellung von Trinkwasser für Industrie und Gewerbe im regionalen Verbundnetz.
„Dass wir heute die Inbetriebnahme der modernisierten Druckerhöhungsstation begehen und zugleich den Startschuss für die nächste Investition geben, ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit vieler Partner und Behörden“, betont VBH-Geschäftsführer Wolf-Thomas Hendrich.
Für die Ertüchtigung der Druckerhöhungsstation wurden sowohl die Gebäudehülle als auch die gesamte technische Ausstattung umfassend modernisiert. Die Anlage ermöglicht eine flexible Förderung des Trinkwassers in unterschiedliche Versorgungsrichtungen und benötigter Menge 24 Stunden am Tag. Die Trinkwasserverteilung im Netz der VBH und im Trinkwasserverbund Lausitzer Revier wird damit dauerhaft effizienter.
„Die heute sichtbaren Investitionen sorgen nicht nur für eine leistungsfähige und verlässliche Wasserversorgung, sondern schaffen zugleich wichtige Voraussetzungen für zukünftige wirtschaftliche Entwicklungen im Lausitzer Revier“, erklärt Jörg Huntemann, Abteilungsleiter Strukturentwicklung im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung.
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich wurde gleichzeitig die Sanierung und Reaktivierung des zweiten Trinkwasserbehälters in Seidewinkel gestartet. Nach Abschluss der Arbeiten stehen zusätzliche 5.000 Kubikmeter Speichervolumen für Hoyerswerda und den Trinkwasserverbund zur Verfügung.
„Mit der Erweiterung der Speicherkapazitäten schaffen wir beste Voraussetzungen, um künftige Nachfragen aus Industrie, Gewerbe oder Institutionen kurzfristig zu erfüllen. Damit entstehen weitere wichtige infrastrukturelle Voraussetzungen für industrielle Ansiedlungen und Erweiterungen bestehender Unternehmen unserer Region“, sagt Oberbürgermeister Torsten Ruban-Zeh.
Die Realisierung der Projekte wird durch Fördermittel des Strukturwandels ermöglicht. Unterstützt werden die Maßnahmen durch die Sächsische Aufbaubank (SAB) sowie die Sächsische Agentur für Strukturentwicklung (SAS) mit Mitteln des Freistaates Sachsen und des Bundes.
Im Rahmen des Technischen Gesamtkonzeptes für den Trinkwasserverbund Lausitzer Revier sind in Hoyerswerda Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 20 Millionen Euro geplant. Nach den bereits umgesetzten Maßnahmen am Wasserwerk Zeißig (3,7 Millionen Euro) und der Druckerhöhungsstation Seidewinkel (1,3 Millionen Euro) folgen mit der Reaktivierung des zweiten Trinkwasserbehälters Seidewinkel (2,4 Millionen Euro) sowie dem Projekt „LAUBAG 2“ (750.000 Euro) weitere wichtige Bausteine für ein modernes und leistungsfähiges Versorgungsnetz.
